„Konsument“: Mangelnde Transparenz bei klassischer Lebensversicherung
Nach der Untersuchung von 18 Versicherungsverträgen durch das Magazin „Konsument“ kritisieren die Verbraucherschützer die intransparente Kostenaufstellung bei klassischen Lebensversicherungen.
Anlass zu den Untersuchungen gaben die enttäuschten Versicherungsnehmer, deren Auszahlungssumme zu Ende der Laufzeit nicht nur geringer war als vor Vertragsabschluss prognostiziert wurde, sondern zum Teil weit unter den Erwartungen lag.
Die Versicherer werben zurzeit mit einer Gesamtverzinsung zwischen vier und viereinhalb Prozent, die über die Gewinnbeteiligung erreicht werden kann. Garantiert ist aber nur der gesetzliche Mindestzinssatz, der für Neuverträge derzeit bei 2,25%, bei Alterverträgen teilweise über vier Prozent liegt.
2,25% Zinsen bedeuten nicht 2,25% Rendite
Konkret verurteilt der „Konsument“ die mangelnde Transparenz der Versicherungsunternehmen hin-sichtlich der Kosten, die angesichts der niedrigen Ablaufsummen, die im Schnitt 13 Prozent unter den Prognosen liegen, beträchtlich sein müssen. Die geringen Auszahlungssummen kamen zustande, weil die Mindestverzinsung nicht auf die Einzahlungssumme, sondern nur auf den Sparanteil gilt. Im Durchschnitt ergibt sich daraus eine Rendite von etwa 0,3% p. a.
Unzeitgemäßes Provisionssystem
Direkte Kritik richtet sich auch gegen die Vorab-Vergütung, die so genannte Zillmerung. Dieses Provisionssystem wird als „nicht mehr zeitgemäß“ erachtet, weil es dem Vermittler vor allem Anreize dafür liefert, sich auf Neuabschlüsse mit hohen Prämien und langen Laufzeiten zu konzentrieren. Die langfristige Pflege und Betreuung der Kunden gerät dadurch ins Hintertreffen.
Zum Problem wird die Zillmerung vor allem aber dann, wenn der Versicherungsvertrag vorzeitig gekündigt wird. Laut Erhebungen des „Konsument“ ist dies bei jedem zweiten Lebensversicherungsvertrag der Fall. Die Rückkaufswerte sind durch die hohe Kostenbelastung zu Versicherungsbeginn signi-fikant geringer als bei einer ungezillmerten, laufenden Vergütung. Nur diese stelle eine faire Vergütungsform dar, die Flexibilität hinsichtlich Prämie und Laufzeit fördere.
Probleme der Versicherer
Versicherungen erwirtschaften die genannten Gewinnbeteiligungen, die dann partiell dem Versicherungsnehmer weitergegeben werden, auf den Finanzmärkten. Die weltweite Finanz- und Wirtschaftkrise hat die Finanzmärkte im vergangenen Jahr aber unter Druck gesetzt und die Anbieter der „Klassischen“ gezwungen, den Aktienanteil gegen Null zu senken. Die Folgen könnten so aussehen, dass die Höhe Gewinnbeteiligung darunter leidet und die Mindestverzinsung aus den stillen Reserven der Gesellschaft finanziert werden müssen.
Der Zugang der APK Versicherung
Die APK Versicherung setzt als Anbieter fondsgebundener Vorsorgelösungen seit jeher auf die ungezillmerte Vergütungsvariante, um den Kunden eine flexible Anpassungsmöglichkeit ihrer privaten Altersvorsorge zu ermöglichen. Sie sieht sich auch dem Kunden verpflichtet, durch eine offene Kommunikationskultur für Transparenz zu sorgen. Der Großteil jener Transparenzrichtlinien, die von der Fi-nanzmarktaufsicht verpflichtend eingeführt worden sind, wurden bereits seit Jahren freiwillig von der APK Versicherung umgesetzt.
